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Antwort und Stellungnahme zum offenen Brief

Hier die Antwort der Bezirksvorstehung auf unseren offenen Brief sowie unsere Stellungnahme (weiter unten). Wir hoffen weiterhin auf eine Sperrung der Montleartstraße für den Durchzugsverkehr sowie Maßnahmen zur Begrünung und für eine bessere Aufenthaltsqualität.

Antwort Bezirksvorstehung:

Sehr geehrter Herr Ratz, liebe Interessierte!

Nachdem ich Ihnen bereits in mehreren Gesprächen mitgeteilt habe, wofür ich und meine Politik stehen, welche budgetären Möglichkeiten einem Bezirk wie Penzing zur Verfügung stehen, und dass es für Realisierungen und Budget auch politische Mehrheiten im Bezirksparlament benötigt, habe ich auf Ihr Mail nicht mehr geantwortet.

Man kann mir zwar via Facebook Nachrichten schreiben, einfacher für die Bearbeitung sind allerdings Emails.

Ich möchte nun nochmals auf ihre Ideen eingehen bzw. einiges von Ihnen in den Raum Gestelltes klarrücken.

Auf dem Areal der Theodor Körner Kaserne entstehen ca. 1000 Wohnungen, in der Umgebung (Zennerstraße, Kendlerstraße) noch einmal ca. 200. Selbstverständlich ist mir und auch den stadtplanenden Verantwortlichen bewusst, dass diese neuen Penzinger*innen auch Frei- und Grünraum bzw. Erholungsflächen benötigen. Gerade aus diesem Grund entsteht gerade auf dem Areal der Körner Kaserne ein ca. 15.000 Quadratmeter großer neuer Park, eine Fläche die früher der Öffentlichkeit nie zugänglich war, wird geöffnet. Das Besondere an diesem Park ist, dass über 400 alte Bäume erhalten geblieben sind, zudem die MA 22 als Fachdienststelle darauf achtet, den Park und seine Biodiversität so naturbelassen wie nur möglich, zu erhalten. Dadurch bleibt es dort schattig, der Park wird richtig schön, ich habe ihn schon gesehen. Nächstes Jahr wird auch die Muthsamgasse umgestaltet. Das ist der Platz vor der Schule Zennerstraße, wo jetzt im Sommer immer die Wiener Kulturbühne war. Auf dieser Fläche wird es dann ebenfalls neue Bäume und Sitzgelegenheiten geben, so wie es sich die Direktor*innen aus den beiden Schulen mit den Schülern gewünscht haben. Die Spallartgasse wird jetzt gerade umgebaut, auch dort wird es (wie auch in der Zennerstraße) viele neue Bäume geben, die Gehsteige werden verbreitert, die Fahrbahn verschmälert. Somit wird es für den motorisierten Individualverkehr (MIV) nicht mehr attraktiv sein durchzufahren, auch die Sicherheit  der Schüler*innen, der Fußgänger*innen und der Radfahrer*innen wird somit gesteigert.

Auch in der Kendlerstraße zwischen der Steinbruchstraße und der St. Gotthard Straße wird es nach Fertigstellung des Wohnbaus viel neuen Grünraum bzw. eine für den MIV gesperrte Straße geben.

Der Reinlpark im dichtverbauten Penzing wird gerade vergrößert und entsiegelt – er wird um ein Drittel größer als er war – natürlich kommen auch Bäume, Wasserspiele und Sitzgelegenheiten. Dieser Umbau kostet 1,2 Millionen Euro.

Vor der Volksschule Märzstraße wird die Straße gesperrt und der Platz nach den Ideen der Schülerinnen und Schüler umgestaltet. Die Kinder haben dort die Art der Bäume, die Sitzgelegenheiten, das Wasserspiel und den Bodenbelag ausgesucht. Dieser Umbau passiert bereits 2023.

Vor der Schule in der Meiselstraße wurde ebenfalls die Straße für den MIV gesperrt,um mehr Freiraum für die Schüler*innen der Neuen Mittelschule und mehr Sicherheit u. a. für Radfahrer*innen zu gewährleisten.

Fassadenbegrünungen unterstütze ich selbstverständlich so wie alle anderen klimawirksamen Maßnahmen sehr, dafür braucht es aber immer das Einverständnis des jeweiligen Hauseigentümers, ebenfalls ein OK der Baupolizei MA 37 bzw. einen Vertrag mit dem Grundverwalter der Gehsteige MA 28. Da habe ich als Bezirksvorsteherin trotz Einsatz meinerseits keinen Einfluss.

Mit Art for Art habe ich mir auch schon einen Gesprächstermin ausgemacht.

Ebenso mit dem Direktor der AHS Wien West in der Steinbruchstraße.

Ich finde es schade, dass Sie mit den 9  Bäumen in der Montleartstraße so unzufrieden sind. Auf der Seite Ihres Wohnbaus können leider aufgrund der darunterliegenden Leitungen und Einbauten keine Bäume gepflanzt werden, das hab ich Ihnen bereits mehrmals mitgeteilt.  Ich habe Ihnen auch schon öfter gesagt, dass Straßenbäume auf Einbauten ca. 20.000 Euro pro Baum kosten, ein Budget das einfach nicht zur Verfügung steht. Aufgrund unserer Onlinekonferenz vor ca 1,5 Jahren haben wir im Bezirk gemeinsam entschieden, die Bäume auf der anderen Straßenseite in der Montleartstraße zu realisieren. Wir werden auch noch Bänke aufstellen, obwohl es sehr viele Straßen gibt, die frequentierter sind als die Montleartstraße.

Ich bin für den ganzen Bezirk Penzing verantwortlich. Ich muss darauf achten, dass vor allem dort umgestaltet wird, wo viele Menschen davon profitieren. Das sind vor allem Schulvorplätze und Parks bzw. dicht verbaute Gebiete. Menschen, die keine Balkone, Dachterrassen, Gärten, Zweitwohnsitze am Land, oder Kleingärten haben, nützen den öffentlichen Raum als ihr Wohnzimmer. Auch die sollen ein gutes Leben haben und sich im Sommer abkühlen können.

Deshalb planen wir zum Beispiel auch auf der Hütteldorferstraße neue Bäume zu pflanzen, um auch diese Einkaufsstraße zu kühlen.

Auch mir dauern diese Veränderungen manchmal zu lange, doch diese Umgestaltungen kosten wahnsinnig viel Geld, und ich muss verantworten mit dem uns in Penzing zur Verfügung gestellten Geld sorgsam und nachhaltig umzugehen. Außerdem sind auch Planungen und Realisierung manchmal sehr zeitaufwändig.

Ich kann Ihnen versichern, dass es eine meiner wichtigsten Aufgaben und Anliegen ist, Penzing klimafit, kühler und sicherer zu machen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mein Mail an Ihre Verteiler weiterleiten, ich hoffe, dass ich erklären konnte, warum mache Entscheidungen so getroffen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Stellungnahme Initiative Montleart:

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin, vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Gerne kommen wir Ihrem Wunsch, Ihre Antwort zu teilen, nach.

Es freut uns sehr, dass es etwas mehr Freiraum geben wird. Dieser Freiraum kühlt unsere Straße, die im Temperaturplan der Stadt Wien als Hitzeinsel ausgewiesen ist, leider nicht ab und ist auch nicht ausreichend, da es ja in der Vergangenheit schon ein großes Defizit daran gegeben hat. Da die Straße eine Hitzeinsel ist, wäre gerade eine durchgehende Baumreihe als Beschattung für die SchülerInnen und AnrainerInnen notwendig.

Wir verstehen, dass sie besonders vor Schulen Freiräume schaffen wollen allerdings ist es nicht nachvollziehbar warum das gerade für die Schule Wien West nicht gelten soll. Ihre Bedenken, dass ein begrünter Freiraum ungenutzt bleiben würde ist angesichts der 1.000 Schülerinnen der Schule Wien West und der dort wohnenden AnrainerInnen überraschend. Auch wenn sie Bedenken haben, dass der Platz nicht genutzt werden würde, sollte in Zeiten der Klimakrise und der unsicheren Versorgungslage mit Treibstoff  nicht der Schluss gezogen werden diesen Platz für den Autoverkehr zu reservieren.

Wir verstehen, dass es ein begrenztes Budget gibt. Die aktuell 9 Bäume sind mit viel Aufwand teuer mit einem Betonring auf dem noch Randsteine geklebt und ein Metallzäune montiert wurden, eingefasst worden. Zwischen den Betonringen wurde Kopfsteinpflaster, dass mit viel Arbeitsaufwand verlegt werden muss aufgebracht. Da der Bewässerungsschlauch von der Steinbruchstraße bis fast zu Breitenseerstraße durchgeht und die gesamte Straßenoberfläche abgetragen und teures Kopfsteinpflaster verlegt wurde hätte eine durchgehende Baumreihe keinen Mehrkosten verursacht, offenbar ist es da um die Erhaltung der Parkplätze gegangen. Ihr Büroleiter Herr Wagner hat ja bei der zweiten Besprechung gemeint, dass wir froh sein sollen wenn die AutofahrerInnen aus den westlichen Teilen des Bezirks ihr Auto in unserer Gasse abstellen. Das sei besser als Binnenverkehr bis hinein in die Stadt. Das ist uns nicht nachvollziehbar. 

Wir verstehen auch nicht warum der Kontakt zu den EigentümerInnen nicht schon lange vor Beginn der Bauarbeiten gesucht worden ist um ev. Fassadenbegrünungen zu besprechen. Im Anhang sehen sie ein Foto von einem Veitschi in der Neubaugasse und der dafür notwendige Aussparung am Gehsteig, das muss doch im 14. Bezirk ohne viel Aufwand und ohne Vertrag möglich sein (was soll in dem Vertrag geregelt werden?). Hätte man einige Löcher im Gehsteig entlang der Fassade frei gelassen wären gar keinen Kosten entstanden und es würde jetzt schon besser aussehen. Wenn dir AnrainerInnen eingebunden werden, finden sich bestimmt auch Leute, die sich um begrünte Bereiche kümmern. So werden Kosten gespart. 

Die Umgebung der Montleartstr. ist kein Villenviertel und gerade hier fehlt es an Freiflächen. Auch wenn einige Balkone oder Terrassen (lange nicht alle) haben ersetzt das keinen Platz wo sich Menschen treffen, wo es durch Beschattung Abkühlung gibt (auch auf Terrassen und Balkonen kann es sehr heiß werden) wo Kinder spielen können, wo neue Kontakte niederschwellig entstehen können usw.

Die Aufdoppelung auf der Kreuzung Steinbruchstraße – Montleartstraße ist auch nicht erfolgreich da es schon einige Unfälle gegeben hat.

Keine der bisherigen Maßnahmen hat den Autoverkehr/Elterntaxis reduziert.

Aus all diesen Gründen ersuchen wir sie ihren Vorschlag vom ersten Treffen umzusetzen und die Montleartstraße zw. Steinbruchstraße und Garageneinfahrt vom Haus 1B für den Autoverkehr mit Hochbeeten als sichtbare Kennzeichnung, abzusperren. Wir wissen, dass auch der Herr Direktor der AHS Wien West Mag. Parma das unterstützen würde da ihm die Elterntaxis ein Dorn im Auge sind.

Als Erinnerung hängen wir noch einmal die Protokolle der zwei bisherigen Treffen an.

Falls wir Sie in der Umsetzung unterstützen können sind wir natürlich gerne dazu bereit. 

Mit freundlichen Grüßen

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Offener Brief

Die Baustelle in der Montleartstraße ist abgeschlossen, leider wurden wir auch in der letzten Phase, in der man noch kleine Anliegen umsetzen hätte können, nicht eingebunden. Nun haben wir einen Brief an die Bezirksvorstehung verfasst, denn für uns sind einige Fragen offen. Wir setzen uns weiterhin für eine angemessene Begrünung und die Verkehrsberuhigung in der Straße ein!

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin,

Da sie auf unserer E-Mail vom 30. März nicht reagiert haben wollten wir ihnen unten stehenden Text über ihre Facebook Seite übermitteln, überraschenderweise haben sie diese Möglichkeit gesperrt. Deshalb versuchen wir es wieder per E-Mail. Da sie uns in der Vergangenheit ja wissen ließen, dass wir die Kommunikation gerne teilen können erlauben wir uns auch diese Mail in Kopie an die mehr als 500 UnterstützerInnen unserer Initiative zu senden.

Wir ersuchen sie alle Fragen zu beantworten.

In naher Zukunft werden im Bezirksteil Breitensee um die Leyserstraße weit mehr als 1.500 zusätzliche Wohnungen fertig gestellt. Die Gestaltung von wohnortnahem Freiraum/Erholungsangebot sowie konsumfreien Begegnungszonen bleibt aber so gut wie unverändert.

Ganz besonders erschütternd dabei ist jedoch, dass bei vielen dieser baulichen Veränderungen die klimagerechte Transformationen der Wiener Straßenräume verhindert und Bürgerinitiativen ignoriert werden.

Eine komplette Straßensanierung, die nicht mit umfassenden Maßnahmen für die bevorstehenden klimatischen Veränderungen genutzt wird, zeigt die eklatante gesamtökonomische, -ökologische und soziale Inkompetenz des Bezirkes im Bereich „zukunftsfitter Stadtplanung“ auf, und ist für alle AnrainerInnen, WienbewohnerInnen und MitgestalterInnen eines auch in Zukunft lebenswerten Wiens, eine ausgesprochene Respektlosigkeit. Eine Respektlosigkeit, die zu enormer Frustration und Politikverdrossenheit führt, nicht nur bei den AnrainernInnen, die mehrfach mit Unterstützungsangeboten und Vorschlägen diesbezüglich an die Bezirksvorstehung herangetreten waren.

Eine Baumreihe mit Abständen von 25-30m Abstand zwischen den Bäumen als klimafitte Umgestaltung zu lobpreisen macht fassungslos. Insbesondere wenn in jedem Vortrag und im Klimafahrplan – auch in SPÖ Kreisen – doziert wird, dass Parkplätze wegfallen müssen, mehr Grünflächen durch Entsiegelung entstehen sollen und Baumreihen so zu setzen sind, dass durchgängige Baumkronen entstehen. 

Der SPÖ Penzing sind jedoch offensichtlich immer noch Parkplätze und zügiger Autoverkehr selbst in Nebenstraßen mit genügend Parkraum zB Tiefgarage wichtiger. Ohne Hinweis auf den Flächenwidmungsplan hätte sie sogar die Pflanzung von nur 3 Bäumen als ausreichend für eine klimagerechte Umgestaltung im Zuge einer notwendigen kompletten Straßensanierung angesehen. Interessensbekundungen von EigentümervertreterInnen zur Fassadenbegrünung (mit Übernahme der Pflege), die von der Stadt Wien beworben und unterstützt werden, wurden ignoriert bzw. verhindert.

Den Vorschlag eine Grätzeloase nach Abschluss der Umbauarbeiten zu planen (z.B. einen Wasseranschluss zu ermöglichen), weil rechtzeitig davor bzw. bei der Umsetzung versagt worden ist, zeigt leider auch äußerst schmerzhaft die mangelnde Kompetenz und den fehlenden Willen. 

Ein großes Anliegen ist dem Direktor der Schule, uns und angeblich auch der Stadt Wien die  Verkehrssicherheit im Bereich von Schulen zu erhöhen.  Leider ist auch dieser Wunsch einfach ignoriert worden. Den ca. 80m langen Bereich vor der Turnhalle auch in diesem Sinne autoverkehrsfrei umzugestalten, wäre sehr einfach gewesen, das hat die Bauphase bewiesen. 

Kosten im mehrstelligen Bereich einfach in den Raum zu stellen ohne sie aufzuschlüsseln bzw. in einem gesamtökonomischen Konzept darzustellen ist billigster Populismus. Verantwortungsvolle Transparenz sieht jedenfalls anders aus. 

Wir warten immer noch auf Antwort auf einige Anfragen und wesentliche Forderungen, alles eigentlich viel getrommelte Punkte des eigenen Wahlprogramm:  

1. Geeignete Flächen entsiegeln und begrünen – der Teil der Montleartstraße neben der Turnhalle der AHS 14 ist ohne Eingänge und Zufahrten und würde sich ideal für eine autoverkehrsfreie, begrünte Umgestaltung eignen. Wann können wir damit rechnen?

2. Fassadenbegrünungen unterstützen und nicht behindern und Baumreihen mit durchgängigen Kronendach schaffen. Wie werden sie Art for Art unterstützen?

3. Bürgerinitiativen und Anrainer auch wirklich einbinden und nicht nur medienwirksam behaupten – die Welt ist politikverdrossen genug! Warum wurde bis jetzt keinen unserer Anliegen berücksichtigt?

Wir stehen jedenfalls für ein konstruktives Miteinander. Anfragen ignorieren und Bagger uninformiert vor die Türe stellen zählt jedenfalls nicht dazu!

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Baustelle Montleartstraße

Seit einigen Tagen wird in der Montleartstraße gebaut. Unsere Wünsche wurden leider nicht berücksichtigt. Es werden 9 Bäume gepflanzt, der Rest der Straße wird saniert, unseres Wissens nach ohne Sitzmöglichkeiten, Wasserbrunnen, Verkehrsberuhigung etc. Nachdem wir direkt an die Bezirksvorsteherin appelliert haben, auf kein offenes Ohr stoßen und keinen Termin erhalten, sammeln wir weiter Unterschriften und vernetzen uns mit anderen Initiativen. Wir wollen eine ökologisch uns ökonomisch nachhaltige Lösung! So könnt ihr uns helfen: Unterschreiben (https://www.openpetition.eu/…/fussgaengerzone-im…), weitersagen und bei Veranstaltungen im Grätzl mitreden. Danke an alle, die hinter uns stehen!

Baustelle Montleartstraße 14. März 2022
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Unterstützung aus dem Netzwerk

Wir freuen uns über Unterstützung von anderen Initiativen aus der Gegend. Wir danken der Initiative Lebenswertes Matznerviertel für das Teilen unserer Petition.

(c) https://matznerviertel.at/

Hier ergänzen wir laufend interessante Initiativen aus dem Westen Wiens.

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Jetzt Onlinepetition unterschreiben

Mit eurer Unterschrift leistet ihr einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Umgestaltung unseres Grätzels. Danke!

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Mit Bäumen gegen die Hitze der Stadt

Quelle: ORF OOE Linz

Dieser Artikel zeigt gut, wie sehr Bäume zur Abkühlung unserer Straßen beitragen können. Aus diesem Grund ist uns die ausreichende Begrünung der Montleartstraße auch besonders wichtig. Mehr dazu hier: https://science.orf.at/stories/3207300/

Unsere Ideen für die Begrünung rund um die Montleartstraße findet ihr hier.

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Mehr Grün, mehr Lebensqualität

Wir konnten uns mit der Umweltpsychologin Dr. Kathrin Röderer, Forscherin am AIT (Austrian Institute of Technology) im Bereich Technology Experience, über die positiven Wirkungen von mehr Grünraum auf die Psyche sowie die körperliche Gesundheit unterhalten.

Laut Dr. Röderer gibt es in der Forschung Belege dafür, dass mehr Grünraum, dazu gehören auch Straßenbäume und vertikales Grün, sich positiv auf folgende Bereiche auswirken:

  • psychische Gesundheit (weniger Stress, mehr Wohlbefinden, höhere Lebenszufriedenheit)
  • soziale Interaktionen
  • physische Gesundheit (mehr Bewegung /höheres Aktivitätslevel)

Von diesen und weiteren Effekten, wie dem reduzierten Lärm und der besseren Luftqualität, würden bei einer Umgestaltung des Grätzls vor allem die AnrainerInnen profitieren. Denn, so Dr. Röderer, die Effekte sind vor allem im Umkreis von 1 km besonders groß.

Dr. Röderer hat auch auf einen interessanten Artikel hingewiesen, der bewusst macht, wie sehr alle Altersgruppen von einer Umgestaltung mit mehr Grün profitieren würden. Der Artikel „Green space benefits for health and well-being: A life-course approach for urban planning, design and management“ (Douglas, Lennon & Scott, 2017) verknüft die positiven Effekte von urbanem Grün mit Empfehlungen für PlanerInnen. Dabei wird auf alle Lebensphasen eingegangen:

  • Schwangerschaft: Mehrere AutorInnen haben eine positive Wirkung von Grünraum auf die Schwangerschaft identifiziert. Die Vorteile sind: weniger Lärm, mehr Bewegung, ein dadurch reduziertes Stresslevel, eine moderate Umgebungstemperatur bei Hitzewellen sowie die verbesserte Luftqualität. Besonders moderate Bewegung, wie sie in der Schwangerschaft empfohlen wird, kann durch ein entsprechendes Umfeld gefördert werden.
  • Kindheit: Bewegungsmangel führt nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu psychischen Problemen. Grünräume können Bewegung bei Kindern fördern, wenn sie durch die entsprechende Gestaltung dazu anregen. Besonders profitieren können Kinder im Alltag von Grünräumen im direkten Umfeld der Wohnung.
  • Jugend: Gerade in der Jugend werden naheliegende Parks gerne täglich bzw. mehrmals wöchentlich genutzt. Auch hier wurden positive Effekte auf die Gesundheit – mental und physisch – nachgewiesen. Vor allem wieder bei solchen, die im nahen Umkreis liegen. Die Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten beeinflusst dabei das Bewegungsverhalten. Möglichkeiten für das Radfahren, Skateboarden, Balancieren, Klettern etc. sowie auch Orte zum Verstecken und für andere gemeinsame Spiele können dabei mitgedacht werden. Zusätzliche Orte zum Verweilen fördern den sozialen Austausch unter Gleichaltrigen.
  • Erwachsenenalter: Besonders im täglichen Leben sowie für nicht mobile Menschen bedeutet Grün- und Erholungsraum im direkten Umfeld eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität. Nicht nur durch die Förderung sozialer Interaktion unter NachbarInnen, sondern auch durch die Motivation zu moderater Bewegung – vor allem von älteren Menschen, die nicht die Möglichkeit haben Naherholungsgebiete (wie in unserem Fall Steinhof ) mehrmals wöchentlich aufzusuchen. Letzteres ist auch für Familien im Alltag aus Zeitgründen nicht immer möglich.

All diese Punkte zeigen, wie sehr unsere Nachbarschaft – egal welche Altersgruppen – von einer Umgestaltung profitieren würden. Vor allem in Hinblick auf die Luftqualität in der Umgebung sowie die Kindergesundheit, die auf Bewegung angewiesen ist, sehen wir in einer Umgestaltung ein großes Potential für die Verbesserung des Grätzls.

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Klimaschutz ist eine soziale Frage

Unsere Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner hat es in einem Neujahrsinterview in der Bezirkszeitung passend ausgedrückt: „Klimaschutz ist eine soziale Frage“. Und um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen abzuschwächen und dabei auch sozial schwächere Gruppen mitzudenken, gibt es ihrerseits bereits einige interessante Pläne für den 14. Bezirk.

Besonders gefällt uns die Idee, dass Orte geschaffen werden sollen, an denen auch BewohnerInnen ohne Garten und Terrasse bei Hitze ihre Zeit verbringen können, weil es dort Bankerl, Bäume und Wasserspiele gibt. Schulvorplätze und sichere Schulwege haben ebenso einen hohen Stellenwert bei den Zielen für das kommende Jahr.

Mit unserer Initiative zeigen wir, wie genau das in unserem Grätzl aussehen könnte.

Hier geht es zum Interview mit BV Michaela Schüchner.

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Bild: Montleartstraße Vorher -Nachher

Blick Steinbruchstraße auf die AHS West Richtung Montleartstraße (links) und Steinbruchstraße (rechts)

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Mitbestimmen im Grätzl

Auch in der Wiener Bezirkszeitung vom 21. und 22. Oktober spricht Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner wieder ganz im Sinne unserer Initiative. „Es braucht mehr Grünraum […] und autofreie Schulvorplätze“, so Schüchner. Mehr Platz für alle auf den Straßen und Vernetzungsmöglichkeiten nach dem Motto „durchs Reden kommen die Leute zusammen“, wie sie im Interview erwähnt, genau das will auch unsere Initiative. Wir gehen davon aus, dass Fr. Schüchner unsere Initiative unterstützt. Mit der Einladung der Bezirksvorsteherin, dass Menschen im Grätzl mehr mitbestimmen, kommen wir mit unserer Initiative nach.

Wir freuen uns deswegen auf einen Dialog!